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Stand: 03 / 2006

Fristen Vorauszahlungen 2004

Der Antrag auf Anpassung der Einkommen, -Körperschaft - und Gewerbesteuervorauszahlungen für das Jahr 2004 muss bis zum 31.03.2006 gestellt werden.

Vermeiden Sie Nachzahlungszinsen

 Der Zinslauf für Nachzahlungen auf Einkommen, - Körperschaft, - Umsatz und Gewerbesteuer des Jahres beginnt am 01.04.2006,ebenso für Steuererstattungen. Ist die endgültige Steuerschuld noch nicht bekannt bzw. die Steuererklärung noch nicht eingereicht, kann durch Vorauszahlungen eine Erhebung von Zinsen vermieden werden. Bei der Vorauszahlung an das Finanzamt muss unbedingt ein Verwendungszweck "Vorauszahlung Steuerschuld 2004 zur Vermeidung von Nachzahlungszinsen" angegeben werden, da ansonsten bei Finanzamt keine Zuordnung der Zahlung gegeben ist.

GmbH Geschäftsführer sind versicherungspflichtig!

Bisher sozialversicherungsrechtlich befreite Gesellschafter- Geschäftsführer sollen in die Rentenkasse nachzahlen. Das Bundessozialgericht hält GmbH-Geschäftsführer für versicherungspflichtig. Soeben wurde im Falle eines Gesellschafter-Geschäftsführers entschieden, dass dieser scheinselbständig und damit auch rückwirkend in die Sozialversicherungspflicht eingeordnet wird. Viele der Gesellschafter-Geschäftsführer, die bisher keine Rentenbeiträge einzahlen mussten, müssen demnach ab sofort zahlen, und das sogar rückwirkend. Rechnet man den Mindestbetrag hoch, sind das für fünf Jahre (Verjährungsfrist) rund 30 000 Euro.

Umsatzsteuer, Geldspielumsätze

Nach Abstimmung zwischen den obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder ist es nicht zu beanstanden, wenn in den Fällen, in denen ein Unternehmer steuerpflichtige Geschäftsräume an einen Glücksspielveranstalter vermietet, die Umsätze weiterhin als steuerpflichtig behandelt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Glücksspielveranstalter rückwirkend die Steuerfreiheit seiner Umsätze geltend macht und gilt für bis zum 31.12.2005 erbrachte Vermietungsleistungen.

Lohnsteuer, Lohnsteuerbescheinigungen 2005

Bis zum 28.02.2005 hat der Arbeitgeber nach den Eintragungen im Lohnkonto die Lohnsteuerbescheinigungen elektronisch zu erstellen. Die erforderlichen Daten sind in einem amtlich vorgeschriebenen Verfahren an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Als Ordnungsvermerk hat der Arbeitgeber dabei aus dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum einen besonderen Schlüssel zu bilden( sog. e .Tin). Der Arbeitnehmer erhält in diesen Fällen einen Ausdruck der übermittelten Daten zur Bescheinigung . Die Lohnsteuerkarte ist nicht an den Arbeitnehmer auszuhändigen und kann nach Ablauf des Kalenderjahres vom Arbeitgeber vernichtet werden.

Lohnsteuerhaftung des Geschäftsführers

Der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH muss dafür sorgen, dass die Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird. Dies gilt auch bei Zahlungen, die der Geschäftsführer auf die von der GmbH geschuldeten Löhne au seinem eigenen Vermögen erbringt, ohne dass die Vermögenssphäre der Gesellschaft unmittelbar berührt ist. Es fehlt hier an der Verpflichtung des Gesellschafters gegenüber der Gesellschaft. Die verbleibende Haftungsschuld verbleibt beim Gesellschafter.

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahme) für das Jahr 2006

Gewerbezweig                             Jahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer

                                                     ermäßigter Steuersatz    voller Steuersatz       insgesamt

Bäckerei und Konditorei                   732,-- Euro                  168,00 Euro            900,00 Euro

Fleischerei                                         708,--Euro                  528,00 Euro         1.236,00 Euro

Gast und Speisewirtschaft

a. mit Abgaben von kalten Speisen   840,00 Euro                  888,00 Euro         1.728,00 Euro

b mit Abgabe von kalten Speisen und warmen Speisen

                                                     1.068,00 Euro              1.524,00 Euro          2.592,00 Euro

Getränkeeinzelhandel                                                            288,00 Euro             288,00 Euro

Cafe`                                                852,00 Euro                 396,00 Euro          1.248,00 Euro

Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier (Eh.)                    

                                                                   432,00 Euro                   60,00 Euro             492,00 Euro

Nahrungs- -und Genussmittel (Eh.)  1.140,00 Euro                 372,00 Euro          1.512,00 Euro

Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)                                   

                                                                    240,00 Euro                 120,00 Euro             360,00 Euro

Abschreibung eines ERP-Softwaresystems

ERP-Software ist ein Softwaresystem. das zur Optimierung von Geschäftsprozessen eingesetzt und aus verschiedenen Modulen zusammengestellt wird. (z.B. Fertigung, Finanzen, Logistik, Personal, Vertrieb) Da die amtliche Afa -Tabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter bislang keinen Hinweis oder Vorgaben zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für solche Softwaresysteme enthielt, ging die Finanzverwaltung bisher von 10 Jahren aus. Nunmehr wird vom Bundesministerium der Finanzen eine Abschreibungsdauer von 5 Jahren grundsätzlich anerkannt.

Sonstiges - Keine Schenkungssteuer  bei Ende der - Zugewinngemeinschaft

Nicht als Schenkung gilt der Anspruch eines Ehegatten gegen den anderen auf den - Zugewinnausgleich, wenn der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft beendet wird. Dies gilt sowohl bei Beendigung der -Zugewinngemeinschaft zu Lebzeiten (z. B. Scheidung) als auch für die Beendigung im Todesfall. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass die Zugewinnausgleichsforderung auch dann steuerfrei ist, wenn die - Zugewinngemeinschaft durch Ehevertrag beendet, der Ausgleichsanspruch festgestellt und schon am nächsten Tag die Zugewinngemeinschaft wieder erneut vereinbart wird.

Ermittlung der 50 % Grenze bei Betriebsvermögen

Gerade im Zusammenhang mit der beabsichtigten Anwendungsregelung der 1 % Methode stellt sich die Frage, welche Fahrten bei der Ermittlung von Betriebsvermögen erfasst werden können. Bei der Ermittlung der 50 % Grenze sind zunächst die betrieblichen Fahrten (Dienstreisen) anzusetzen. Die Fahrten Wohnung - Betriebsstätte gehören aber ebenfalls bei der Ermittlung von Betriebsvermögen dazu. Dies gilt auch ,wenn für die Fahrten Wohnung - Betriebsstätten anschließend ein nicht abziehbarer Teil festgestellt werden muss.

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Stand: 02 / 2006

Kostenfreie Bundesgesetze

Ab sofort stehen den Bürgern unter www.gesetze-im-internet.de alle Bundesgesetze im Internet kostenlos zur Verfügung.

Es sind ca. 5000 Gesetze und Rechtsverordnungen in der aktuellen geltenden Fassung veröffentlicht.

Altersbezüge

Das Finanzamt hat Zugriff auf die Altersbezüge der  Bundesversicherungsanstalt für Angestellte um verstärkt zu prüfen ob in der

Vergangenheit Rentner Ihre Bezüge ( seit 2005)Rentenreform erstmals wieder eine Steuererklärung abgeben müssen.

Vermietung Büro an Arbeitgeber

 

Wird ein zusätzlicher Raum zum vorhanden Arbeitsplatz gemietet liegt

steuer- und sozialversicherungsplichtiger Arbeitslohn vor.

Die Vermietung eines Büros / Arbeitszimmer  an den Arbeitgeber ist dann als Vermietung und Verpachtung zu bewerten

wenn die Anmietung im überwiegend betrieblichen Interesse liegt.

 Der Arbeitgeber muss im Betrieb keinen Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer zur Verfügung haben.

Lohnsteuer Pauschalierungssätze für:

(keine Abgeltungswirkung) bei sonstigen Bezügen bis 10.0000 Euro               20,00 %

Mini  Job

Bußgeldübernahme durch den Arbeitgeber

Ist diese persönlich gegen den Arbeitnehmer gerichtet, ist dies als Arbeitslohn anzusehen.

Hat ein Einzel- Unternehmer mehrere Zweit oder Dritt Fahrzeuge in seinem Unternehmensvermögen,

so ist davon auszugehen dass die Fahrzeuge zu weniger als 10 % unternehmerisch genutzt werden. 

Dauerndes Getrenntleben.

Das laufende Scheidungsverfahren ist der beste Beweis.

Ein Versöhnungsversuch könnte die Lebensgemeinschaft neu entstehen lassen.

(Finanzgericht Hessen )- fordert eine Dauer von sieben Wochen;

drei bis vier Wochen reichen dem Finanzgericht . 

Reisekosten bei zwei Arbeitsstätten.

Fährt der Arbeitnehmer von seiner Wohnung in der eine Arbeitsstätte unterhält zu einer anderen Arbeitsstätte ist für diese Fahrten lediglich die Entfernungspauschale anzusetzen.

Arbeitsstätten von Rettungssanitäter

Eine Einsatzwechseltätigkeit ist nicht gegeben wenn der Rettungssanitäter an verschiedenen Rettungswachen stationiert ist, und von dort aus zum jeweiligen Einsatz fährt. Dies sind dann mehrer Regelmäßige Arbeitsstätten. Folge wäre, die Verpflegungsmehraufwendungen sind  ab 2006 nicht mehr zeitlich unbegrenzt zu gewähren.

Einkommensteuer

Die Neuregelung zur Besteuerung der Privaten Nutzung von PKW soll spätesten bis zur Sommerpause im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden

Dauerfristverlängerungsanträge für Umsatzsteuer -Vorauszahlungen 2006

Anträge sind bis 10.02.2006 zu stellen. Dies gilt für monatlich abzugebende Voranmeldungen. Bei Unternehmern die erstmaligen Antrag für Dauerfristverlängerung stellen gilt der 10.April 2006 als Antragsdatum.Zusammenfassenden Meldungen im innergemeinschaftlichen Warenverkehr sind dann jeweils bis zum 10.Mai, 10. August 10. November 2006 sowie bis zum 10.Februar 2007 einzureichen.  

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Stand: 01 / 2006

Umsatzgrenze für Ist-Besteuerung geändert

Neues Unternehmensrecht für Körperschaften und Personenunternehmen soll ab 2008 in Kraft treten.

Im Jahre 2006 und 2007 sollen in diesem Bereich günstigere Abschreibungsbedingungen  geschaffen werden. Unternehmensfortführungen sollen voraussichtlich ab 2007 leichter werden. Im Rahmen der Erbschaftssteuer.

Der Sonderausgabenabzug bei Steuerberatungskosten ist ab 2006 gestrichen.

Es ist nur noch Möglich die Beträge als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend zu machen.

Elektronische Kontoauszüge sind durch Übertragung der Inhalts und Formatierungsdaten auf einen maschinell auswertbaren Datenträger zu archivieren.

Diese Aufbewahrungspflichten gelten auch für Einnahmen Überschuss Rechner.

Der bisherige Umsatzsteuersatz von 16 % soll ab dem 01.01.2007 auf 19 % angehoben werden. Der ermäßigte Steuersatz von 7 % bleibt unverändert.

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Quelle: b.b.h. Bundesverband selbstständiger Buchhalter und Bilanzbuchhalter